Istanbul

Beyoğlu und Taksim: Licht, Schatten und der pulsierende Rhythmus Istanbuls

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Beyoğlu und Taksim: Licht, Schatten und der pulsierende Rhythmus Istanbuls

Ein Spaziergang durch Beyoğlu: vom Taksim-Platz über die İstiklal und ihre Passagen zur Galata, mit Abstechern und einer Fahrt im Tünel.

Beyoğlu und Taksim: ein Spaziergang mit Abstechern

Zwischen Taksim und Galata zeigt Istanbul viele Seiten auf engem Raum. Von der belebten Einkaufsstraße geht es in Gassen mit Antiquitätenläden, kleinen Werkstätten und Cafés. Beyoğlu lässt sich deshalb am besten mit einer groben Richtung, aber ohne strengen Zeitplan erkunden.

Taksim-Platz und Republikdenkmal

Ein guter Ausgangspunkt ist das Republikdenkmal von Pietro Canonica aus dem Jahr 1928. Seine beiden Hauptseiten zeigen den Unabhängigkeitskrieg und die Gründung der Republik. Gehen Sie um das Denkmal herum, statt es nur von einer Seite zu betrachten: Die Figuren erzählen unterschiedliche Abschnitte dieser Geschichte.

Vom Platz führt die İstiklal hinein nach Beyoğlu. Straßenmusik, Geschäfte und Cafés prägen die Atmosphäre. Die rote Nostalgiestraßenbahn ist dabei nicht nur ein Fotomotiv, sondern ein Verkehrsmittel. Halten Sie die Gleise auch beim Fotografieren frei.

Über den Schaufenstern: Architektur und Passagen

Wer den Blick hebt, entdeckt neoklassizistische und neobarocke Fassaden, Jugendstilbalkone, spätosmanische Wohnhäuser und schlichtere Bauten aus der Republikzeit. Alte Theater, Passagen und ehemalige Botschaftsgebäude erinnern an die internationale Geschichte des Viertels.

Einige seiner interessanten Räume liegen hinter den Straßenfassaden. Die Çiçek-Passage, auch Blumenpassage genannt, die Aznavur-Passage und die Suriye-Passage gehören zu diesen historischen Durchgängen und Gebäudekomplexen. Sie zeigen die İstiklal jenseits ihrer heutigen Schaufenster.

Für Abstecher bieten sich die Gassen von Asmalımescit, die Antiquitätenläden in Çukurcuma und die ruhigeren Straßen rund um Tomtom an. Sie müssen nicht alles in einer Runde verbinden. Eine Pause und ein genauer Blick auf einzelne Gebäude sind oft lohnender als eine lange Liste abgehakter Stationen.

Galataturm und die Gassen am Hang

Der heutige Galataturm wurde 1348 von den Genuesen errichtet. In osmanischer Zeit erfüllte er verschiedene Aufgaben, darunter die Beobachtung von Bränden.

Einer bekannten Legende zufolge soll Hezarfen Ahmed Çelebi mit Flügeln vom Turm aus geflogen sein.

Auch das Umfeld verdient Zeit: schmale Gassen, kleine Werkstätten und Cafés führen in Richtung Karaköy. Einige Wege sind steil. Wer bergab gemütlich schlendert, sollte für denselben Weg bergauf mehr Kraft einplanen.

Tünel: die Verbindung zwischen Karaköy und Beyoğlu

Der Tünel ist eine unterirdische Standseilbahn und nicht mit der roten Straßenbahn auf der İstiklal zu verwechseln. Er verbindet Karaköy mit Beyoğlu, wurde am 17. Januar 1875 eröffnet und überwindet eine Strecke von 573 Metern. Eine Fahrt dauert ungefähr 90 Sekunden.

Die Anlage wurde später modernisiert und elektrifiziert. Für den Spaziergang ist die Bahn eine praktische Ergänzung: Gehen Sie durch Galata hinunter und fahren Sie zurück nach oben, oder wählen Sie die umgekehrte Richtung.

Tarlabaşı respektvoll wahrnehmen

Das nahe Tarlabaşı ist ein Wohnviertel, dessen Geschichte von Migration und städtischem Wandel geprägt ist. Respektieren Sie bei einem Spaziergang die Privatsphäre der Bewohner und fragen Sie, bevor Sie Menschen fotografieren.

Beyoğlu muss nicht in einem einzigen Rundgang vollständig erschlossen werden. Lassen Sie Raum für einen unerwarteten Abzweig, ein architektonisches Detail oder eine Kaffeepause. So bleibt mehr hängen als vom schnellen Weg zurück zum Taksim-Platz.

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