Wo und was sollte man in Istanbul essen? Ein kulinarischer Guide für Besucher
Istanbul kann man sehen, hören und erleben – aber vielleicht lernt man die Stadt nirgendwo so gut kennen wie beim Essen. Zwischen kleinen Lokantas, historischen Süßwarengeschäften, Fischrestaurants am Bosporus, Straßenständen und modernen Restaurants verbirgt sich eine der abwechslungsreichsten Küchen der Türkei.
Wer Istanbul zum ersten Mal besucht, steht allerdings schnell vor einem Problem: Die Auswahl ist riesig. Was sollte man unbedingt probieren? In welchem Stadtteil schmeckt welches Gericht besonders gut? Und welche Restaurants sind tatsächlich einen Besuch wert?
Dieser kulinarische Guide hilft Ihnen dabei, Istanbul nicht nur als Sehenswürdigkeit, sondern auch durch seine Küche zu entdecken.
Wer neben dem Essen noch mehr von der Stadt erleben möchte, findet bei Istanbul Touren und Aktivitäten zahlreiche Möglichkeiten, historische Sehenswürdigkeiten, den Bosporus und verschiedene Stadtviertel kennenzulernen.
Türkisches Frühstück in Istanbul: So beginnt der Tag
Ein klassisches türkisches Frühstück ist eigentlich keine einzelne Mahlzeit, sondern ein Tisch voller kleiner Gerichte.
Typischerweise gehören dazu Käse, Oliven, Tomaten, Gurken, Eier, Butter, Honig, verschiedene Marmeladen, Brot und natürlich mehrere Gläser türkischer Tee.
Menemen – eines der beliebtesten Frühstücksgerichte
Menemen besteht aus Eiern, Tomaten und grünen Paprikaschoten. Je nach Restaurant kommen Zwiebeln, Käse oder Sucuk hinzu.
Serviert wird das Gericht meistens direkt in einer kleinen Pfanne und zusammen mit frischem Brot gegessen.
Wo sollte man in Istanbul Menemen essen?
Für ein entspanntes türkisches Frühstück eignen sich besonders Beşiktaş, Kadıköy, Çengelköy und die Viertel entlang des Bosporus.
In Beşiktaş gibt es sogar eine ganze Gegend, die wegen ihrer zahlreichen Frühstückslokale als „Kahvaltıcılar Sokağı“ bekannt ist.
Serpme Kahvaltı – das große türkische Frühstück
Wer genügend Zeit hat, sollte mindestens einmal ein Serpme Kahvaltı bestellen.
Dabei kommen zahlreiche kleine Teller gleichzeitig auf den Tisch. Besonders am Wochenende verbringen viele Istanbuler problemlos ein oder zwei Stunden beim Frühstück.
Für Besucher ist das gleichzeitig eine gute Gelegenheit, viele verschiedene türkische Produkte auf einmal kennenzulernen.
Sultanahmet und die Altstadt: Was sollte man dort essen?
Sultanahmet ist für Hagia Sophia, die Blaue Moschee, den Topkapi-Palast und die historischen Sehenswürdigkeiten bekannt. Rund um diese touristische Zone gibt es unzählige Restaurants.
Doch einige der interessantesten kulinarischen Erlebnisse findet man etwas abseits der größten Plätze.
Köfte – türkische Fleischbällchen
Köfte gehören zu den klassischen Gerichten der türkischen Küche. In Istanbul werden sie häufig mit Brot, gegrillten Paprika, Tomaten, Zwiebeln und einer einfachen Beilage serviert.
Eine bekannte Variante ist Sultanahmet Köftesi.
Was bestellt man dazu?
Traditionell passen Piyaz, Ayran oder Şalgam gut zu Köfte.
Wer tagsüber die historische Halbinsel besichtigt, kann eine Köfte-Pause hervorragend zwischen Hagia Sophia, Sultanahmet und dem Großen Basar einplanen.
Weitere Möglichkeiten, diesen Teil der Stadt kennenzulernen, finden Sie unter Istanbul Aktivitäten, Touren und Ausflüge.
Eminönü: Balık Ekmek direkt am Wasser
Eminönü gehört zu den klassischen Orten für Street Food in Istanbul.
Zwischen Galatabrücke, Fähranlegern, Gewürzbasar und den engen Straßen rund um Tahtakale riecht es fast überall nach gegrilltem Fisch, Döner, Mais oder gerösteten Kastanien.
Balık Ekmek – Fischbrötchen auf Istanbuler Art
Balık Ekmek bedeutet wörtlich „Fisch im Brot“.
Gegrillter Fisch wird zusammen mit Zwiebeln, Salat und Brot serviert. Besonders rund um Eminönü und Karaköy gehört dieses einfache Gericht seit vielen Jahren zum Straßenbild.
Tipp für Besucher
Balık Ekmek ist kein aufwendiges Restaurantgericht. Gerade die unkomplizierte Atmosphäre gehört zum Erlebnis.
Setzen Sie sich ans Wasser, beobachten Sie die Fähren auf dem Goldenen Horn und essen Sie wie viele Einheimische ein einfaches Fischbrötchen.
Gewürzbasar: Lokum, Trockenfrüchte und türkische Süßigkeiten
Nur wenige Minuten von Eminönü entfernt befindet sich der Ägyptische Basar, besser bekannt als Gewürzbasar.
Hier finden Besucher Gewürze, Tee, Nüsse, Trockenfrüchte, Lokum und zahlreiche türkische Spezialitäten.
Lokum – Turkish Delight
Lokum gehört zu den bekanntesten türkischen Süßigkeiten.
Es gibt klassische Varianten mit Rosenaroma ebenso wie Sorten mit Pistazien, Granatapfel, Haselnüssen oder verschiedenen Fruchtaromen.
Lokum als Souvenir
Beim Kauf sollte man möglichst probieren, bevor man größere Mengen bestellt. Gute Geschäfte bieten normalerweise verschiedene Sorten zum Kosten an.
Vakuumverpackte oder gut verschlossene Packungen eignen sich zudem gut für die Heimreise.
Karaköy: Zwischen Street Food und moderner Gastronomie
Karaköy hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der interessantesten Viertel für Essen, Cafés und moderne Restaurants entwickelt.
Traditionelle Lokale stehen hier direkt neben modernen Cafés, Bäckereien und kleinen internationalen Restaurants.
Karaköy Böreği
Börek ist ein mit dünnem Teig zubereitetes Gericht, das beispielsweise mit Käse, Hackfleisch, Kartoffeln oder Spinat gefüllt wird.
Es eignet sich besonders gut als schnelles Frühstück oder kleiner Snack.
Baklava in Karaköy
Auch Baklava gehört zu einem Istanbul-Besuch.
Die klassische Variante besteht aus sehr dünnen Teigschichten, Butter, Pistazien oder Walnüssen und Zuckersirup.
Wie isst man Baklava?
Ein oder zwei Stück reichen häufig bereits aus. Dazu passt türkischer Tee oder ein kräftiger türkischer Kaffee.
Besonders Pistazien-Baklava aus Gaziantep-Tradition gehört zu den beliebtesten Varianten.
Galata: Essen mit Blick auf das historische Istanbul
Rund um den Galataturm befinden sich zahlreiche Restaurants, Cafés und kleine Lokale.
Wer die Hauptstraßen verlässt und durch die Seitenstraßen Richtung Karaköy läuft, entdeckt häufig interessantere Adressen als direkt an den größten Touristenpunkten.
Türkischer Kaffee nach dem Essen
Türkischer Kaffee wird langsam in einer kleinen Cezve zubereitet und ungefiltert serviert.
Der Kaffeesatz bleibt deshalb am Boden der Tasse.
Wichtig für Erstbesucher
Die letzten Schlucke sollte man nicht vollständig austrinken, da sich dort der Kaffeesatz sammelt.
Zu türkischem Kaffee wird häufig ein kleines Glas Wasser und manchmal ein Stück Lokum gereicht.
Istiklal Caddesi und Beyoğlu: Street Food bis spät in die Nacht
Die Gegend um die İstiklal-Straße bietet einige der bekanntesten schnellen Gerichte Istanbuls.
Hier kann man praktisch zu jeder Tageszeit etwas essen.
Islak Hamburger – der berühmte „nasse Hamburger“
Der Islak Hamburger ist besonders rund um den Taksim-Platz bekannt.
Der kleine Burger wird mit einer würzigen Tomaten-Knoblauch-Sauce bedeckt und warm in einer feuchten Umgebung aufbewahrt.
Das klingt zunächst ungewöhnlich, gehört aber zu den klassischen Late-Night-Snacks der Stadt.
Döner
Natürlich gehört auch Döner auf die Liste.
In der Türkei unterscheidet sich Döner teilweise deutlich von Varianten, die Reisende aus Deutschland oder anderen europäischen Ländern kennen.
Dürüm oder Brot?
Döner kann im Brot, als Dürüm oder als Tellergericht bestellt werden.
Wer den Geschmack des Fleisches stärker wahrnehmen möchte, sollte eine eher einfache Variante mit wenigen zusätzlichen Saucen wählen.
Kadıköy: Einer der besten Orte für Feinschmecker
Wer kulinarisch nur Zeit für wenige Stadtteile hat, sollte Kadıköy auf der asiatischen Seite einplanen.
Rund um den Kadıköy Çarşısı liegen Fischgeschäfte, Metzgereien, kleine Restaurants, Meze-Lokale, Süßwarengeschäfte und traditionelle Händler dicht nebeneinander.
Eine besonders intensive Möglichkeit, beide Kontinente kulinarisch zu verbinden, bietet eine kulinarische Tour durch Istanbul, bei der unter anderem die asiatische Seite und Kadıköy im Mittelpunkt stehen.
Lahmacun
Lahmacun besteht aus sehr dünnem Teig mit einer würzigen Mischung aus Hackfleisch, Tomaten, Paprika und Kräutern.
Traditionell gibt man Petersilie und etwas Zitronensaft darauf, rollt den Lahmacun zusammen und isst ihn mit der Hand.
Pide
Pide wird häufig als „türkische Pizza“ bezeichnet, ist aber ein eigenständiges Gericht.
Der längliche Teig kann beispielsweise mit Käse, Hackfleisch, Sucuk, Pastırma oder verschiedenen Kombinationen belegt werden.
Çiğ Köfte
Die heute in Restaurants und Straßenläden verbreitete fleischlose Variante besteht unter anderem aus Bulgur, Gewürzen und Paprikapaste.
Serviert wird Çiğ Köfte häufig in Salatblättern oder als Wrap mit Granatapfelsirup und Zitrone.
Moda: Cafés, Desserts und entspannte Atmosphäre
Von Kadıköy kann man zu Fuß Richtung Moda laufen.
Das Viertel ist besonders für Cafés, Konditoreien, Eis und entspannte Restaurants bekannt.
Türkisches Eis
Türkisches Eis, auf Türkisch „Dondurma“, besitzt durch Salep eine festere und elastischere Konsistenz als viele europäische Eissorten.
Im Sommer gehört ein Eis bei einem Spaziergang entlang der Küste von Moda fast schon zum klassischen Istanbul-Erlebnis.
Üsküdar: Essen mit Blick auf den Bosporus
Üsküdar liegt auf der asiatischen Seite direkt gegenüber der historischen europäischen Halbinsel.
Besonders am Abend bietet die Uferpromenade einen wunderschönen Blick auf den Bosporus, den Leanderturm und die Silhouette der Altstadt.
Çay und Simit am Bosporus
Nicht jedes kulinarische Erlebnis in Istanbul muss teuer sein.
Eines der einfachsten und gleichzeitig typischsten Erlebnisse ist ein Simit mit einem Glas türkischem Tee direkt am Bosporus.
Was ist Simit?
Simit ist ein ringförmiges Sesamgebäck mit knuspriger Außenseite.
Man findet es praktisch überall in Istanbul – bei Straßenverkäufern, Bäckereien, Cafés und an Fähranlegern.
Ortaköy: Kumpir mit Blick auf die Bosporus-Brücke
Ortaköy gehört besonders am Abend zu den beliebtesten Treffpunkten am Bosporus.
Neben der bekannten Ortaköy-Moschee finden Besucher zahlreiche kleine Geschäfte und Street-Food-Stände.
Kumpir
Kumpir ist eine große Ofenkartoffel.
Das Innere wird zunächst mit Butter und Käse vermischt. Danach stellt man sich aus zahlreichen Zutaten seine eigene Kombination zusammen.
Möglich sind beispielsweise Oliven, Mais, eingelegtes Gemüse, Couscous, russischer Salat und verschiedene Saucen.
Für wen lohnt sich Kumpir?
Kumpir ist besonders geeignet, wenn man ein sättigendes und unkompliziertes Street-Food-Gericht sucht.
Am besten kombiniert man es mit einem Spaziergang entlang des Bosporus.
Bosporus: Fisch und Meze am Wasser
Istanbul und Fisch gehören seit Jahrhunderten zusammen.
Entlang des Bosporus befinden sich zahlreiche Fischrestaurants – von einfachen Lokalen bis zu gehobenen Restaurants mit direktem Blick aufs Wasser.
Meze als Vorspeise
Meze sind kleine kalte oder warme Vorspeisen, die gemeinsam auf den Tisch gestellt werden.
Typische Beispiele sind:
Haydari, Auberginensalat, Hummus, gefüllte Weinblätter, scharfe Ezme, marinierter Fisch und verschiedene Gemüsegerichte.
Welchen Fisch sollte man bestellen?
Das Angebot hängt stark von der Saison ab.
Statt automatisch einen bestimmten Fisch zu bestellen, lohnt es sich deshalb zu fragen:
„Bugün hangi balık taze?“ – Welcher Fisch ist heute frisch?
Den Fischpreis vorher prüfen
Bei Fischrestaurants sollte man vor der Bestellung überprüfen, ob der Preis pro Portion oder nach Gewicht berechnet wird.
Besonders bei größeren Fischen kann das einen erheblichen Unterschied machen.
Ein Abendessen auf dem Bosporus
Wer Essen und Sightseeing miteinander kombinieren möchte, kann einen Abend auf dem Wasser verbringen.
Bei einer Bosporus Dinner Cruise mit türkischer Show werden Abendessen, Bosporusfahrt und Unterhaltung miteinander verbunden.
Während der Fahrt sieht man beleuchtete Paläste, Moscheen, Brücken und die Stadtteile auf der europäischen und asiatischen Seite.
Gerade für Besucher, die nur wenige Abende in Istanbul verbringen, ist dies eine Möglichkeit, Abendessen und nächtliches Istanbul in einem Programm zu verbinden.
Was sollte man in einem traditionellen türkischen Restaurant bestellen?
Wer eine klassische „Lokanta“ besucht, entdeckt häufig Gerichte, die in touristischen Restaurants kaum angeboten werden.
Lokantas sind traditionelle Restaurants, in denen bereits vorbereitete warme Gerichte sichtbar hinter einer Theke stehen.
Mercimek Çorbası
Die türkische Linsensuppe ist einfach, günstig und sehr beliebt.
Mit etwas Zitrone gehört sie für viele Türken zu den klassischen Gerichten des Alltags.
Kuru Fasulye und Pilav
Weiße Bohnen in Tomatensauce mit Reis gehören zu den bekanntesten türkischen Hausmannskost-Gerichten.
Es ist kein typisches Touristenessen, sondern genau die Art von Gericht, die viele Einheimische regelmäßig essen.
Karnıyarık
Karnıyarık besteht aus Auberginen, die mit einer Hackfleisch-Tomaten-Mischung gefüllt werden.
Meist wird das Gericht mit Reis serviert.
Kebap in Istanbul: Mehr als nur Döner
Wer bei türkischer Küche nur an Döner denkt, verpasst einen großen Teil der regionalen Fleischküche.
In Istanbul findet man Restaurants, die sich auf Kebap-Traditionen aus Adana, Gaziantep, Şanlıurfa und anderen Regionen spezialisiert haben.
Adana Kebap
Adana Kebap wird aus würzigem Hackfleisch hergestellt und auf langen Metallspießen über Holzkohle gegrillt.
Urfa Kebap
Urfa Kebap ähnelt Adana Kebap, ist jedoch normalerweise weniger scharf.
Şiş Kebap
Fleischstücke werden auf Spießen gegrillt und häufig mit gegrillten Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Fladenbrot serviert.
Ayran zum Kebap
Ein kalter Ayran aus Joghurt, Wasser und Salz gehört zu den klassischen alkoholfreien Begleitern von Kebap und Lahmacun.
Türkische Desserts, die man in Istanbul probieren sollte
Istanbul ist ein Paradies für Menschen, die Süßes mögen.
Neben Baklava gibt es zahlreiche Desserts, die außerhalb der Türkei weniger bekannt sind.
Künefe
Künefe besteht aus feinen Teigfäden, Käse und Sirup und wird warm serviert.
Die Kombination aus süßem Sirup und geschmolzenem Käse wirkt ungewöhnlich, funktioniert aber überraschend gut.
Sütlaç
Sütlaç ist türkischer Milchreis.
Besonders beliebt ist Fırın Sütlaç, der im Ofen gebacken wird und dadurch eine leicht karamellisierte Oberfläche erhält.
Kazandibi
Kazandibi ist ein karamellisierter türkischer Milchpudding mit leicht gebräunter Oberfläche.
Tavuk Göğsü
Dieses historische osmanische Dessert ist für viele ausländische Gäste zunächst überraschend: Traditionell enthält es fein verarbeitetes Hühnerfleisch, geschmacklich erinnert es jedoch hauptsächlich an einen milden Milchpudding.
Was trinkt man in Istanbul?
Zur türkischen Esskultur gehören einige Getränke, die man während eines Aufenthalts mindestens einmal probieren sollte.
Türkischer Tee
Schwarzer Tee – Çay – wird in kleinen tulpenförmigen Gläsern serviert und praktisch den ganzen Tag getrunken.
Türkischer Kaffee
Klein, kräftig und ungefiltert. Besonders nach einer Mahlzeit oder zusammen mit etwas Süßem ist türkischer Kaffee eine gute Wahl.
Ayran
Das Joghurtgetränk passt besonders gut zu Kebap, Döner, Pide und Lahmacun.
Şalgam
Şalgam ist ein säuerlich-würziges Getränk, das besonders häufig zu Kebap getrunken wird.
Der Geschmack ist für viele ausländische Gäste zunächst ungewohnt, einen Versuch ist es jedoch wert.
Essen auf den Istanbuler Fähren
Eine Fahrt mit einer normalen Stadtfähre zwischen Europa und Asien gehört zu den schönsten einfachen Erlebnissen in Istanbul.
Dabei braucht man kein aufwendiges Menü.
Çay und Simit auf dem Schiff
Bestellen Sie einen Tee, nehmen Sie einen Simit mit und setzen Sie sich nach draußen.
Während Möwen dem Schiff folgen, ziehen der Leanderturm, die historische Halbinsel, Galata und der Bosporus vorbei.
Es kostet wenig und vermittelt trotzdem mehr Istanbul-Atmosphäre als manche teure Touristenattraktion.
Wie erkennt man ein gutes Restaurant in Istanbul?
Die Lage allein sagt wenig über die Qualität eines Restaurants aus.
Schauen Sie auf die Gäste
Restaurants, in denen auch viele Einheimische essen, sind häufig eine interessante Wahl.
Eine kurze Speisekarte kann ein gutes Zeichen sein
Ein Restaurant, das gleichzeitig Kebap, Pizza, Sushi, Pasta, Steak, Fisch und 80 weitere Gerichte anbietet, ist nicht automatisch die beste Adresse.
Spezialisierte Restaurants konzentrieren sich häufig auf wenige Gerichte.
Preise vorher prüfen
Besonders in Sultanahmet, Taksim, Galata und direkt am Bosporus sollte man vor der Bestellung einen Blick auf die Speisekarte werfen.
Bei Fischrestaurants sollte zusätzlich geklärt werden, ob Fisch nach Gewicht berechnet wird.
Vorsicht bei ungefragt servierten Extras
Brot, Wasser, Vorspeisen oder kleine Beilagen können je nach Restaurant separat berechnet werden.
Wenn Sie etwas nicht bestellt haben und nicht möchten, können Sie es freundlich ablehnen.
Was kostet Essen in Istanbul?
In Istanbul kann man für sehr unterschiedliche Budgets essen.
Ein Simit, eine Suppe oder ein einfaches Street-Food-Gericht ist deutlich günstiger als ein Abendessen in einem Restaurant direkt am Bosporus.
Entscheidend sind vor allem Lage, Restauranttyp und Gericht.
Wer einige Straßen von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten entfernt isst, findet häufig bessere Preis-Leistungs-Verhältnisse als unmittelbar an den touristischen Hauptplätzen.
Der perfekte kulinarische Tag in Istanbul
Wer nur einen Tag für eine kleine kulinarische Entdeckungsreise hat, kann Essen und Sightseeing sehr gut miteinander kombinieren.
Morgens
Starten Sie mit einem türkischen Frühstück in Beşiktaş.
Vormittags
Fahren Sie anschließend Richtung Sultanahmet und besuchen Sie die historische Altstadt.
Mittags
Probieren Sie Köfte, Döner oder ein Gericht in einer traditionellen Lokanta.
Nachmittags
Gehen Sie über Eminönü zum Gewürzbasar und probieren Sie Lokum, Nüsse oder türkischen Kaffee.
Nehmen Sie anschließend die Fähre nach Kadıköy.
Abends
Entdecken Sie den Kadıköy-Markt, bestellen Sie verschiedene Meze oder besuchen Sie ein traditionelles Restaurant.
Alternativ lässt sich der Tag mit einer abendlichen Fahrt auf dem Bosporus abschließen.
Weitere Ideen für die Tagesplanung finden Sie bei den Touren und Aktivitäten in Istanbul.
Die wichtigsten Gerichte für den ersten Istanbul-Besuch
Wer nicht alles probieren kann, sollte zumindest einige Klassiker auf seine Liste setzen:
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Türkisches Frühstück
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Menemen
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Simit
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Börek
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Lahmacun
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Pide
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Döner
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Köfte
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Adana Kebap
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Balık Ekmek
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Meze
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Kumpir
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Baklava
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Künefe
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Sütlaç
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Lokum
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Türkischer Kaffee
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Türkischer Tee
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Ayran
Wo isst man was in Istanbul? Die Stadtteile im Überblick
Sultanahmet
Gut für Köfte und eine Essenspause während der Besichtigung der historischen Altstadt.
Eminönü
Balık Ekmek, Street Food, Gewürze, Lokum und traditionelle Produkte rund um den Gewürzbasar.
Karaköy
Börek, Baklava, Cafés und moderne Gastronomie.
Beyoğlu und Taksim
Döner, Islak Hamburger und zahlreiche Möglichkeiten für spätes Essen.
Beşiktaş
Besonders beliebt für ein umfangreiches türkisches Frühstück.
Ortaköy
Bekannt für Kumpir und Street Food am Bosporus.
Kadıköy
Einer der besten Stadtteile, um türkische Produkte, Meze, Lahmacun, Pide und regionale Spezialitäten kennenzulernen.
Moda
Ideal für Cafés, Desserts und Eis.
Üsküdar
Simit, Tee und Restaurants mit Blick auf die europäische Seite Istanbuls.
Bosporus
Fischrestaurants, Meze und besondere Abendessen mit Aussicht auf das Wasser.
Istanbul schmeckt in jedem Viertel anders
Die Küche Istanbuls lässt sich kaum auf Döner, Kebap und Baklava reduzieren.
Die Stadt verbindet die kulinarischen Traditionen vieler Regionen der Türkei und hat gleichzeitig eine eigene Esskultur entwickelt. Ein einfaches Simit auf der Fähre kann genauso zum Istanbul-Erlebnis gehören wie ein großes Fischessen am Bosporus oder ein Abend mit Meze und türkischer Musik.
Wer die Stadt wirklich kennenlernen möchte, sollte deshalb nicht jeden Tag im Hotel oder ausschließlich rund um die großen Sehenswürdigkeiten essen.
Fahren Sie mit der Fähre nach Kadıköy, setzen Sie sich in eine kleine Lokanta, besuchen Sie einen Markt, trinken Sie Tee am Bosporus und probieren Sie auch Gerichte, deren Namen Sie vorher noch nie gehört haben.
Denn Istanbul entdeckt man nicht nur zwischen Hagia Sophia, Galataturm und Bosporus – sondern auch Teller für Teller.
Für weitere Ideen zur Reiseplanung, Stadtbesichtigungen, Bosporus-Erlebnisse und Ausflüge finden Sie bei Vigo Tours eine Übersicht der Istanbul Touren, Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten.