Istanbul

Nichtislamische historische Stätten und Kulturerbe in Istanbul

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Nichtislamische historische Stätten und Kulturerbe in Istanbul

Istanbuls nichtislamisches Erbe umfasst byzantinische Kirchen, römische Monumente, Synagogen, armenische Stätten, genuesische Spuren und historische Viertel.

Istanbuls nicht-islamisches Kulturerbe: Historische Stätten, Kirchen, Synagogen und byzantinische Monumente

Istanbul wird häufig mit seinen großen osmanischen Moscheen, Palästen und Basaren verbunden. Doch die Geschichte der Stadt begann lange vor der osmanischen Zeit. Als Byzantion, Konstantinopel und später Istanbul war die Metropole über viele Jahrhunderte ein Zentrum griechischer, römischer, byzantinischer, christlicher, jüdischer, armenischer, genuesischer und levantinischer Kultur.

Wer sich für die Geschichte Istanbuls jenseits des islamischen Erbes interessiert, findet deshalb in nahezu jedem Teil der Stadt bemerkenswerte historische Spuren: byzantinische Kirchen und Zisternen, römische Monumente, griechisch-orthodoxe Heiligtümer, Synagogen, armenische Kirchen, katholische Gotteshäuser und genuesische Bauwerke.

Für Reisende, die verschiedene historische Epochen miteinander verbinden möchten, bietet Vigo Tours eine Übersicht der Touren und Aktivitäten in Istanbul.

Die folgenden Sehenswürdigkeiten gehören zu den wichtigsten Orten des nicht-islamischen historischen und kulturellen Erbes Istanbuls.

Byzantinisches und römisches Erbe in Istanbul

Hagia Sophia – eines der bedeutendsten Bauwerke der Spätantike

Die Hagia Sophia in Sultanahmet ist eines der wichtigsten Bauwerke der gesamten Stadtgeschichte. Die heutige monumentale Kirche wurde unter dem byzantinischen Kaiser Justinian I. errichtet und im Jahr 537 eingeweiht.

Fast tausend Jahre lang war sie eines der bedeutendsten Zentren des orthodoxen Christentums. Nach der osmanischen Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 wurde sie in eine Moschee umgewandelt. Später diente sie als Museum und wird heute wieder als Moschee genutzt.

Trotz ihrer heutigen religiösen Funktion gehören insbesondere die Architektur, die große Kuppel und die erhaltenen byzantinischen Mosaike zu den bedeutendsten Zeugnissen christlich-byzantinischer Kultur.

Wo befindet sich die Hagia Sophia?

Sultanahmet, Fatih, direkt gegenüber der Blauen Moschee.

An welchen Tagen kann man die Hagia Sophia besuchen?

Grundsätzlich ist die Hagia Sophia täglich zugänglich. Da sie heute eine aktive Moschee ist, können touristische Besuche während der Gebetszeiten eingeschränkt werden. Besonders am Freitag sollte mit zeitweiligen Einschränkungen gerechnet werden.

Wer das Gebäude individuell besichtigen möchte, kann bei Vigo Tours auch Hagia-Sophia-Tickets mit QR-Code und Audioguide buchen.

Hagia Irene – eine erhaltene byzantinische Kirche

Die Hagia Irene liegt im ersten Hof des Topkapi-Palastes und gehört zu den ältesten erhaltenen Kirchen Istanbuls.

Im Gegensatz zur Hagia Sophia wurde sie nach der Eroberung Konstantinopels nicht dauerhaft in eine Moschee umgewandelt. Dadurch konnte ein großer Teil ihres ursprünglichen Charakters erhalten bleiben.

Besonders bemerkenswert ist die schlichte Gestaltung der Apsis mit einem großen Kreuz, das zu den bedeutenden Beispielen byzantinischer Kunst aus der Zeit des Bilderstreits gehört.

Wo befindet sich die Hagia Irene?

Im Gelände des Topkapi-Palastes in Sultanahmet, Fatih.

Besuchstage

Die Anlage folgt grundsätzlich den Besuchstagen des Topkapi-Palastes. Dienstag ist normalerweise Ruhetag. Von Mittwoch bis Montag kann die Kirche im Rahmen des zugänglichen Palastbereichs besucht werden.

Hippodrom von Konstantinopel

Der heutige Sultanahmet-Platz war in byzantinischer Zeit das gesellschaftliche und politische Zentrum Konstantinopels.

Hier befand sich das große Hippodrom, in dem Wagenrennen, kaiserliche Zeremonien und öffentliche Veranstaltungen stattfanden. Zehntausende Zuschauer konnten die Rennen verfolgen.

Vom ursprünglichen Stadion ist heute zwar nur wenig sichtbar, mehrere außergewöhnliche Monumente sind jedoch erhalten geblieben.

Ägyptischer Obelisk

Der aus Ägypten stammende Obelisk wurde im 4. Jahrhundert unter Kaiser Theodosius I. im Hippodrom aufgestellt.

Schlangensäule

Die antike Schlangensäule stammt ursprünglich aus dem Heiligtum von Delphi und wurde bereits unter Kaiser Konstantin nach Konstantinopel gebracht.

Gemauerter Obelisk

Der sogenannte Gemauerte Obelisk befindet sich am südlichen Ende des ehemaligen Hippodroms.

Wo befindet sich das Hippodrom?

Sultanahmet Meydanı, Fatih.

Besuchstage

Der Platz befindet sich im öffentlichen Raum und kann an jedem Wochentag rund um die Uhr besucht werden.

Eine gute Möglichkeit, diesen Teil der Stadt mit fachkundigem Hintergrund kennenzulernen, ist die Halbtagestour zu den byzantinischen Relikten Istanbuls.

Basilika-Zisterne – byzantinische Ingenieurskunst unter Istanbul

Die Basilika-Zisterne, auf Türkisch Yerebatan Sarnıcı, gehört zu den faszinierendsten Bauwerken des byzantinischen Konstantinopels.

Die gewaltige unterirdische Zisterne entstand während der Regierungszeit Kaiser Justinians I. und diente der Wasserversorgung wichtiger Gebäude des damaligen Konstantinopels.

Das Bauwerk wird von 336 Marmorsäulen getragen. Besonders bekannt sind zwei Säulenbasen in Form von Medusenköpfen.

Wo befindet sich die Basilika-Zisterne?

Alemdar, Yerebatan Caddesi, Sultanahmet, Fatih.

Besuchstage

Die Basilika-Zisterne ist grundsätzlich an allen sieben Tagen der Woche geöffnet.

Wer mehr über die Architektur und Geschichte erfahren möchte, findet bei Vigo Tours eine geführte Tour durch die Basilika-Zisterne.

Theodosianische Landmauern

Die mächtigen Stadtmauern Konstantinopels wurden hauptsächlich im 5. Jahrhundert unter Kaiser Theodosius II. errichtet.

Sie erstreckten sich vom Marmarameer bis zum Goldenen Horn und gehörten über viele Jahrhunderte zu den stärksten Verteidigungsanlagen der Welt.

Teile der Mauern, Türme und historischen Stadttore sind noch heute erhalten.

Wo befinden sich die Stadtmauern?

Die Mauerlinie verläuft durch verschiedene Stadtteile von Fatih, unter anderem bei Yedikule, Silivrikapı, Mevlanakapı, Edirnekapı und Ayvansaray.

Besuchstage

Große Teile der Außenbereiche können täglich besichtigt werden. Für Museen und einzelne restaurierte Abschnitte können gesonderte Öffnungszeiten gelten.

Yedikule-Festung

Yedikule, die „Festung der Sieben Türme“, verbindet byzantinische und osmanische Geschichte.

Ein Teil der Anlage entstand aus dem berühmten Goldenen Tor und den Befestigungen Konstantinopels. Später erweiterten die Osmanen das Gelände zu einer Festung.

Wo befindet sich Yedikule?

Yedikule, Fatih, nahe dem Marmarameer.

Besuch

Die zugänglichen Bereiche und Öffnungszeiten können sich je nach Restaurierungsarbeiten und Veranstaltungen ändern.

Wer die historischen Stadtmauern und Yedikule mit weiteren Sehenswürdigkeiten kombinieren möchte, kann sich die Istanbul-Tour mit Yedikule-Festung und Bosporus ansehen.

Christliches Erbe in Istanbul

Chora – Kariye und ihre byzantinischen Mosaike

Die ehemalige Chora-Kirche, heute Kariye Camii, zählt zu den wichtigsten erhaltenen Beispielen spätbyzantinischer Kunst.

Besonders bedeutend sind ihre Mosaike und Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Sie zeigen Szenen aus dem Leben Jesu Christi und der Jungfrau Maria und gehören zu den herausragenden Kunstwerken der byzantinischen Epoche.

Wo befindet sich Kariye?

Derviş Ali Mahallesi, Edirnekapı, Fatih.

Besuchstage

Kariye wird heute wieder religiös genutzt. Der touristische Zugang richtet sich deshalb nach den aktuellen Besuchs- und Gebetszeiten. Vor dem Besuch sollte insbesondere an Freitagen geprüft werden, welche Bereiche zugänglich sind.

Ökumenisches Patriarchat von Konstantinopel und Georgskirche

Das griechisch-orthodoxe Patriarchat im Stadtteil Fener gehört zu den wichtigsten Zentren der orthodoxen Christenheit.

Im Zentrum der Anlage befindet sich die Georgskathedrale, auf Griechisch Agios Georgios.

Obwohl die Kirche von außen relativ schlicht erscheint, befinden sich im Inneren bedeutende Ikonen, religiöse Reliquien und ein kunstvoll gestalteter Patriarchenthron.

Wo befindet sich das Patriarchat?

Sadrazam Ali Paşa Caddesi, Fener, Fatih.

Besuchstage

Die Kirche ist grundsätzlich regelmäßig für Besucher zugänglich. Während Gottesdiensten, kirchlichen Feiertagen und besonderen Zeremonien können sich die Besuchsmöglichkeiten ändern.

Fener lässt sich hervorragend mit Balat verbinden, da beide historischen Viertel unmittelbar nebeneinanderliegen.

Bulgarische St.-Stephan-Kirche – die Eiserne Kirche

Direkt am Goldenen Horn steht eines der ungewöhnlichsten Gotteshäuser Istanbuls: die bulgarisch-orthodoxe St.-Stephan-Kirche.

Sie wird häufig „Eiserne Kirche“ genannt, da große Teile der Konstruktion aus vorgefertigten Eisenelementen bestehen.

Das heutige Gebäude stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und gehört zu den bedeutendsten Symbolen der bulgarisch-orthodoxen Gemeinde in Istanbul.

Wo befindet sich die Kirche?

Balat, direkt am Ufer des Goldenen Horns in Fatih.

Besuchstage

Die Kirche ist normalerweise an allen Wochentagen für Besucher geöffnet. Während Gottesdiensten können Besichtigungen eingeschränkt sein.

Kirche des Heiligen Antonius von Padua

Die katholische St.-Antonius-Kirche an der İstiklal Caddesi gehört zu den größten katholischen Kirchen Istanbuls.

Das heutige neugotische Gebäude wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet und gehört zum europäischen und levantinischen Kulturerbe des historischen Pera.

Wo befindet sie sich?

İstiklal Caddesi, Beyoğlu.

Besuchstage

Die Kirche ist normalerweise täglich geöffnet. Während der Gottesdienste sollten Besucher die religiösen Zeremonien nicht stören.

Santa Maria Draperis

Santa Maria Draperis ist eine der ältesten römisch-katholischen Gemeinden Istanbuls.

Die Geschichte der Gemeinde reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Die heutige Kirche liegt versteckt an der İstiklal Caddesi und wird von vielen Istanbul-Besuchern übersehen.

Wo befindet sie sich?

İstiklal Caddesi, Beyoğlu.

Besuchstage

Normalerweise täglich zugänglich, soweit keine Gottesdienste oder kirchlichen Veranstaltungen stattfinden.

Krim-Gedächtniskirche

Die Crimean Memorial Church, offiziell Christ Church, ist eine anglikanische Kirche im Stadtteil Galata.

Sie wurde im 19. Jahrhundert zum Gedenken an britische Soldaten errichtet, die während des Krimkriegs ums Leben kamen.

Die neugotische Architektur bildet einen deutlichen Kontrast zu vielen anderen historischen Bauwerken der Stadt.

Wo befindet sie sich?

Serdar-ı Ekrem Caddesi in Galata, Beyoğlu.

Besuch

Die Kirche ist kein klassisches Museum mit durchgehend festen touristischen Besuchszeiten. Eine Besichtigung ist vor allem während der vorgesehenen Öffnungs- und Gottesdienstzeiten möglich.

Jüdisches Kulturerbe in Istanbul

Neve-Schalom-Synagoge

Die Neve-Schalom-Synagoge ist eine der bekanntesten Synagogen Istanbuls und ein wichtiges Zentrum der jüdischen Gemeinde der Stadt.

Die jüdische Geschichte Istanbuls reicht viele Jahrhunderte zurück. Besonders nach der Vertreibung sephardischer Juden von der Iberischen Halbinsel im Jahr 1492 entwickelte sich Istanbul zu einem wichtigen Zentrum jüdischen Lebens.

Wo befindet sich Neve Schalom?

Büyük Hendek Caddesi, Galata, Beyoğlu.

Besuchstage

Besuche sind normalerweise von Sonntag bis Donnerstag möglich. Am Freitag gelten kürzere Besuchszeiten. Samstag ist aufgrund des Schabbats normalerweise kein regulärer touristischer Besuchstag.

Für den Eintritt wird ein gültiger Personalausweis oder Reisepass benötigt. Aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen sollte der Besuch gut vorbereitet werden.

Museum der türkischen Juden

Das 500. Yıl Vakfı Türk Musevileri Müzesi befindet sich im Neve-Schalom-Komplex und dokumentiert die Geschichte des jüdischen Lebens in Anatolien und im Osmanischen Reich.

Zu sehen sind historische Fotografien, Dokumente, religiöse Gegenstände und Informationen über die sephardische Kultur.

Besuchstage

Sonntag bis Donnerstag regulärer Museumsbetrieb, Freitag verkürzte Öffnung, Samstag geschlossen.

Genuesisches und europäisches Erbe

Galataturm

Der Galataturm gehört heute zu den bekanntesten Wahrzeichen Istanbuls.

Der heutige Turm wurde im 14. Jahrhundert von den Genuesen errichtet, die damals in Galata eine bedeutende Handelskolonie unterhielten.

Seine Geschichte ist damit eng mit dem mittelalterlichen europäischen Handel im östlichen Mittelmeer verbunden.

Wo befindet sich der Galataturm?

Bereketzade, Galata, Beyoğlu.

Besuchstage

Der Galataturm ist an allen sieben Tagen der Woche geöffnet. Neben dem regulären Tagesbetrieb gibt es zeitweise auch abendliche Museumsbesuche.

Galata und das historische Pera

Nicht nur einzelne Gebäude erzählen von Istanbuls nicht-islamischer Vergangenheit. Ganze Stadtviertel wurden stark von europäischen, griechischen, armenischen, jüdischen und levantinischen Gemeinden geprägt.

Galata und das historische Pera, das heutige Beyoğlu, gehörten zu den kosmopolitischsten Teilen der Stadt.

Hier findet man bis heute:

  • katholische Kirchen

  • orthodoxe Kirchen

  • Synagogen

  • historische Konsulate

  • europäische Passagen

  • Jugendstil- und neoklassizistische Gebäude

  • ehemalige Banken und Handelshäuser

  • historische Schulen verschiedener Gemeinden

Für Reisende, die Istanbul nicht nur als Ansammlung einzelner Sehenswürdigkeiten, sondern als historisch gewachsene Metropole verstehen möchten, gehört ein Spaziergang durch Galata und Beyoğlu unbedingt dazu.

Archäologische Schätze aus vorislamischer Zeit

Archäologische Museen Istanbul

Die Archäologischen Museen von Istanbul gehören zu den bedeutendsten archäologischen Sammlungen der Türkei.

Die Anlage umfasst mehrere Museumsbereiche mit Objekten aus unterschiedlichen Kulturen und Epochen.

Zu den Sammlungen gehören unter anderem Werke aus:

  • dem antiken Griechenland

  • dem Römischen Reich

  • Anatolien

  • Mesopotamien

  • Ägypten

  • Phönizien

  • der hellenistischen Welt

  • verschiedenen Kulturen des östlichen Mittelmeerraums

Zu den bekanntesten Exponaten gehört der sogenannte Alexandersarkophag.

Wo befinden sich die Archäologischen Museen?

Osman Hamdi Bey Yokuşu, Gülhane, unmittelbar neben dem Topkapi-Palast.

Besuchstage

Die Archäologischen Museen sind derzeit an allen sieben Tagen der Woche geöffnet.

Für Reisende, die sich besonders für die antike und vorosmanische Geschichte der Region interessieren, gehören sie zu den wichtigsten Museen Istanbuls.

Armenisches Kulturerbe in Istanbul

Armenische Kirchen in Kumkapı

Istanbul besitzt seit Jahrhunderten eine bedeutende armenische Gemeinde.

Eines ihrer wichtigsten Zentren befindet sich in Kumkapı, wo auch das Armenische Patriarchat von Konstantinopel seinen Sitz hat.

Die Surp-Asdvadzadzin-Patriarchalkirche gehört zu den wichtigsten armenisch-apostolischen Kirchen der Stadt.

Wo befindet sie sich?

Kumkapı, Fatih.

Besuch

Die Kirche ist ein aktives Gotteshaus. Besucher sollten deshalb Gottesdienstzeiten und religiöse Feiertage berücksichtigen.

Surp-Krikor-Lusavoriç-Kirche

Die armenisch-apostolische Surp-Krikor-Lusavoriç-Kirche in Karaköy gehört zu den bedeutenden armenischen Gotteshäusern Istanbuls.

Die armenische Geschichte der Gegend reicht weit zurück und bildet einen wichtigen Teil des multikulturellen Charakters von Galata.

Wo befindet sie sich?

Karaköy, Beyoğlu.

Besuch

Die Besuchsmöglichkeiten können von kirchlichen Veranstaltungen und Gottesdiensten abhängen.

Welche Viertel eignen sich besonders für die Entdeckung des nicht-islamischen Istanbul?

Sultanahmet

Sultanahmet ist ideal für römische und byzantinische Geschichte.

Hier befinden sich unter anderem:

  • Hagia Sophia

  • Hippodrom

  • Ägyptischer Obelisk

  • Schlangensäule

  • Basilika-Zisterne

  • Hagia Irene

  • Archäologische Museen

Fener und Balat

Fener und Balat gehören zu den interessantesten Vierteln für christliche und jüdische Geschichte.

Hier liegen unter anderem:

  • Ökumenisches Patriarchat

  • Georgskathedrale

  • Bulgarische St.-Stephan-Kirche

  • historische griechische Gebäude

  • armenische Kirchen

  • Spuren ehemaliger jüdischer Gemeinden

Galata und Beyoğlu

Galata und Beyoğlu zeigen besonders deutlich die europäische und levantinische Vergangenheit Istanbuls.

Zu den wichtigsten Orten gehören:

  • Galataturm

  • Neve-Schalom-Synagoge

  • Museum der türkischen Juden

  • St.-Antonius-Kirche

  • Santa Maria Draperis

  • Krim-Gedächtniskirche

  • historische europäische Passagen und Konsulate

Edirnekapı und die historischen Stadtmauern

Dieser Bereich eignet sich besonders für Besucher, die das byzantinische Konstantinopel außerhalb der klassischen Sultanahmet-Route entdecken möchten.

Hier befinden sich:

  • Kariye

  • Theodosianische Stadtmauern

  • historische Stadttore

  • Yedikule in südlicher Richtung

Wie viele Tage sollte man für das nicht-islamische Kulturerbe Istanbuls einplanen?

Ein Tag

Mit nur einem Tag sollte man sich auf Sultanahmet konzentrieren.

Eine sinnvolle Route wäre:

Hippodrom – Hagia Sophia – Basilika-Zisterne – Hagia Irene – Archäologische Museen.

Zwei Tage

Am zweiten Tag können Fener, Balat, Galata und Beyoğlu hinzukommen.

Eine mögliche Route:

Ökumenisches Patriarchat – Bulgarische Kirche – Balat – Galataturm – Neve Schalom – St.-Antonius-Kirche.

Drei Tage oder länger

Wer sich intensiv für Geschichte interessiert, kann zusätzlich Kariye, die Theodosianischen Stadtmauern, Yedikule und armenische Kulturstätten besuchen.

Praktische Hinweise für den Besuch

Öffnungszeiten können sich ändern

Bei aktiven Kirchen, Synagogen und Moscheen unterscheiden sich touristische Besuchszeiten von denen klassischer Museen.

Religiöse Feiertage, Gottesdienste, Sicherheitsmaßnahmen, Restaurierungen und besondere Veranstaltungen können kurzfristige Änderungen verursachen.

Kleidung in religiösen Gebäuden

Auch wenn viele der beschriebenen Orte touristisch besucht werden können, handelt es sich teilweise weiterhin um aktive Gotteshäuser. Schultern und Knie sollten bedeckt sein und Gottesdienste sollten respektvoll und möglichst geräuschlos besucht werden.

Ausweis bei Synagogen mitnehmen

Für den Besuch von Neve Schalom und bestimmten Einrichtungen der jüdischen Gemeinde kann ein gültiger Reisepass oder Personalausweis verlangt werden.

Historische Orte sinnvoll miteinander kombinieren

Istanbul ist eine sehr große Stadt. Es lohnt sich deshalb, Sehenswürdigkeiten nach Stadtteilen zu gruppieren.

Sultanahmet eignet sich für byzantinische und römische Sehenswürdigkeiten, Fener und Balat für griechisch-orthodoxes und multikulturelles Erbe und Galata sowie Beyoğlu für jüdische, katholische, genuesische und europäische Geschichte.

Eine Übersicht über organisierte Programme, Eintrittskarten und Stadtführungen finden Sie bei den Istanbul Touren von Vigo Tours.

Istanbul ist weit mehr als seine osmanische Geschichte

Istanbul kann nicht durch eine einzige Kultur oder Epoche erklärt werden.

Römische Kaiser, byzantinische Herrscher, orthodoxe Griechen, Armenier, sephardische Juden, Genuesen, Levantiner, katholische Gemeinden und viele weitere Gruppen haben ihre Spuren in der Stadt hinterlassen.

Hagia Sophia, die Basilika-Zisterne, das Hippodrom, die Stadtmauern, Kariye, das griechisch-orthodoxe Patriarchat, die Bulgarische Kirche, Neve Schalom und der Galataturm erzählen deshalb nicht voneinander getrennte Geschichten. Gemeinsam zeigen sie, wie Konstantinopel und Istanbul über Jahrhunderte zu einer der kulturell vielfältigsten Metropolen der Welt wurden.

Wer diese Orte besucht, entdeckt ein Istanbul, das weit über die bekannten Moscheen und osmanischen Paläste hinausgeht – und erhält einen wesentlich vollständigeren Blick auf die mehr als zweitausendjährige Geschichte der Stadt.

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